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Beaujolais est arrivè Der Beaujolais Primeur ist da, und wurde auch 2007 zum 14. mal am 15. November Mit seiner frischen Note und musikalischen Größen wie Laszlo Wolpert, Sandy Campos, Stephan Blinn, Haik
Hakopian, Peter Horn |
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Magazin RendezVino 2006 „Prinz Bernhard ist ein unglaublich umgänglicher Mann“ Weinhändler Horst Meinzer setzt auf traditionsreiche Markgraf-von-Baden-Weine – Am Gemeinschaftsstand werden auch Schweizer Weine präsentiert
Weine des Markgrafen von Baden sind wieder schwer im Kommen. „Die Verkaufszahlen explodieren im Moment geradezu“, sagt Horst Meinzer. Der 55-Jährige muss es wissen, Meinzer ist Weinhändler. In Karlsruhe betreibt er zusammen mit seiner Frau Gerlinde das „Weinparadies“. Zum Sortiment des Ladens zählen etwa spanische und italienische Weine – und circa 15 Weine verschiedener Jahrgänge des Markgrafen. „Seit ein paar Jahren geht es bei diesen Weinen nur noch aufwärts“, sagt Meinzer, der dies nicht nur auf die Umsatzzahlen des hoheitlichen Traditionsproduzenten bezieht, sondern auch auf dessen Qualität. Wein stellt das Adelshaus, das Baden seinen Namen gab, schon seit Jahrhunderten her. Großherzog Carl-Friedrich von Baden (1738-1811) gilt als Schöpfer des badischen Qualitätsweinbaus. Er brachte unter anderem den Riesling in die Ortenau. In den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts setzten die Markgrafen als erstes Weingut in Deutschland auf den Müller-Thurgau heute der Inbegriff des Bodensee-Weißweins. Die Rebflächen des Markgrafen um das Schloss Stauffenberg in der Ortenau und das ehemalige Kloster Salem am Bodensee ergeben zusammen die größte im Privatbesitz befindliche Weingutsfläche in Deutschland. Doch es ist bei weitem nicht allein die Tradition, die den Erfolg der Markgrafen-Weine ausmacht. Laut Weinhändler Meinzer steckt dahinter vor allem ein modernes Management. Seit 1998 führt der älteste Sohn des Markgrafen, Bernhard Prinz von Baden, die Geschäfte des Hauses. „Seither steht dort immer mehr Qualität statt Quantität im Vordergrund“, berichtet Meinzer – erzielt durch einen strengeren Rebschnitt oder auch durch teure Investitionen in Produktionsanlagen. Früher seien etwa die Trauben aus Durbach nach der Ernte immer per Kühllaster an den Bodensee zur Vinizierung gebracht worden. „Das war natürlich nicht optimal“, erklärt Meinzer. Um schädliche Oxydationsprozesse zu vermeiden, müsse dies möglichst zeitnah nach der Ernte geschehen. Heute besitze der Markgraf entsprechende Vorrichtungen auf allen seinen Gütern. Meinzer kennt Prinz Bernhard seit sechs Jahren. Damals nahm er während eines Urlaubs im Südschwarzwald eher zufällig an einer Präsentation neuer Weine in Schloss Salem teil. „Der Prinz ist ein unglaublich umgänglicher Mann“, schwärmt er. Für Meinzer sollte die zufällige Begegnung auch eine geschäftliche Chance bedeuten. Seit einigen Jahren organisiert er den markgräflichen Weinausschank bei der Rennwoche in Iffezheim. Bei der RendezVino wird Meinzers Weinparadies eng mit Yvonne Heistermann zusammenarbeiten. Die Weinjournalistin und Sommeliére präsentiert auf der Messe Schweizer Weine. Wie in vielen Ländern geht die dortige Weinbaukultur auf die Römer zurück. Heute unterliegt sie je nach Region deutschen, französischen und italienischen Einflüssen. Außerhalb des Alpenlandes ist der schweizerische Wein noch recht wenig bekannt, was daran liegen mag, dass die dortigen Winzer den helvetischen Bedarf nicht decken können. In der Schweiz wird viel weniger Wein produziert als von den Weinfreunden konsumiert. Dennoch schielen die Schweizer Winzer verstärkt auf neue Absatzmärkte im Ausland. Wie nützlich dabei vor allem Offenheit sein kann, zeigt das Beispiel des Weinhändlers Meinzer. Der Badener handelt noch mit Weinen eines weiteren feudalen Weinproduzenten. Als einziger Karlsruher Händler führt er Weine des Herzogs von Württemberg. Weitere Informationen zum Weinparadies der Familie Meinzer bietet das Internet unter www.weinparadies-ka.de. Wer mehr über die Weine des Markgrafen von Baden wissen möchte, sollte www.markgraf-von-baden.de anklicken. |
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Aus Inka Stadtmagazin Horst Meinzer war eine Kapazität in Sachen Musik in Karlsruhe. Seit vielen Jahren ist er als absoluter Weinkenner ein Begriff. Seine Reputation als Musiker (Bosko Biati, Poseidon, Prussic Acid u.a.) hat nicht gelitten (er ist immer noch an Bass, Guitarre und Gesangsmikro erfolgreich aktiv). Meinzer und Frau Gerlinde sind bekennende Quereinsteiger, haben das Weingeschäft aus Liebe zum Produkt erlernt. Mit ungeheurem Einfühlungsvermögen. Wenn Horst Weine erklärt, gerät er ins Schwärmen. Das ist gut so. Er verkauft nur Weine, hinter denen er auch persönlich steht. Voll und ganz. Bis zum letzten Tropfen. Aus Frankreich, Italien und Spanien es gibt auch viele ausgesuchte deutsche und badische Weine. Außer sündhaft teuren Raritäten kann man vieles verkosten. Und man erfährt die Geschichte des Winzers dazu. Daneben gibt es Champagner, Edelbrände, ein paar Whiskys und die notwendigen Kleinigkeiten. Zeit mitbringen, aber: Rundumversorgung der Güteklasse 1 A. |
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Interview mit Yvonne Heistermann „Gehen Sie auf Entdeckungsfahrt“ Zehn Fragen an die Sommelière Yvonne Heistermann
Wo kauft man besser ein – im Supermarkt oder beim Fachhändler? Beim Fachhändler kauft man in jedem Fall besser ein. In einem gut sortierten Weinfachgeschäft erhält man nicht nur umfassende Beratung, sondern hat oft auch die Möglichkeit, einige Weine zu probieren. Die Fachhändler wählen die Weine auch selber aus und haben Kontakt zu den Erzeugern.
Was zeichnet einen guten Weinhändler aus? Ein guter Weinhändler spezialisiert sich auf ein gewisses Sortiment (hat also nicht von jedem Dorf einen Hund), z.B. Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien. Von diesen Ländern hat er sehr gute Kenntnisse. Er pflegt Kontakt mit den Erzeugern, veranstaltet Weinproben für Kunden, nimmt sich Zeit für die Kunden und deren Bedürfnisse.
Ist der Fachhandel zwangsläufig teurer als der Supermarkt? Nicht unbedingt. Man findet auch im Fachhandel Weine im unteren Preissegment. Bei den großen Marken ist es allerdings so, dass durch große Abnahmemengen der Supermärkte ein ganz anderer Preis angeboten werden kann. Daher findet man im Fachhandel aber auch nicht die Allerweltsweine, sondern kann eigene Entdeckungen machen.
Muss ein guter Tropfen unbedingt teuer sein? Auch einen guten Wein kann man zu fair kalkulierten Preisen kaufen. Am besten lassen Sie sich dafür im Handel beraten.
Woran erkenne ich einen gut gemachten Wein? Zunächst schon an einem klaren, reinen Duft (wer sich etwas mehr auskennt auch an seiner Typizität) und im Geschmack am ausgewogenen Verhältnis zwischen Säure, Süße, Alkohol und eventuell den Gerbstoffen. Als Beispiel sei angefügt, dass Weine, die extrem bitter schmecken, qualitativ nicht besonders hochwertig sind, da hier wahrscheinlich aus ohnehin schon großen Mengen bis zum letzten Tropfen gepresst wurde.
Wann sollte man Wein dekantieren? Vorsicht ist bei älteren Jahrgängen geboten. Hier kann der Sauerstoff mehr schaden als nutzen, weil das Gerüst des Weines sehr zart geworden ist. Empfehlenswert ist es bei barriquebetonten jungen Weinen.
Gelten die Faustregeln „weißes Fleisch – weißer Wein, rotes Fleisch - roter Wein“ und „Weißwein zum Fisch“ noch? Im Allgemeinen kann man diese Regel bestätigen, jedoch ist nicht das Fleisch bzw. der Fisch ausschlaggebend für die Weinwahl, sondern die Zubereitungsart und die dazu gereichten Soßen. Beispiel: Zander im Weißweinsud pochiert (Weißwein) oder Zander auf der Haut gebraten mit Mandelbutter (hier kann durchaus ein leichter Rotwein serviert werden).
Was hat es mit der Zimmertemperatur bei Rotweinen auf sich? Der Begriff stammt aus einer Zeit, als es noch keine Zentralheizung gab; die durchschnittliche Zimmertemperatur betrug in den Räumen sommers wie winters (durch die dicken Mauern) etwa 16 Grad. Diese Temperatur ist auch für die meisten Rotweine empfehlenswert.
Deutet ein Schraubverschluss auf einer Flasche auf einen minderwertigen Wein? Braucht Wein überhaupt einen Naturkorken? Der Schraubverschluss ist eigentlich der ideale Verschluss; man hat keine Probleme mit Kork und er schließt beinahe luftdicht ab, so dass der Wein langsamer altert. Eignet sich also hervorragend für Weine, die jung getrunken werden. Bei Weinen, die man länger lagert, kann man natürlich darüber diskutieren. Ein Schraubverschluss deutet auf keinen Fall auf einen minderwertigen Wein hin. In der Schweiz werden übrigens auch die berühmten Grand Cru-Weine aus dem Waadtland damit versehen.
Wie wichtig ist das Glas? Die Auswahl des Glases ist besonders wichtig. Probieren Sie doch einmal selber einen leichten, frischen Riesling aus einem Weißweinglas und im Vergleich dazu aus einem Bordeaux- oder Burgunderglas. Sie werden feststellen, dass die Aromen im Weißweinglas besonders elegant zur Geltung kommen, während in den anderen beiden Gläsern sich der Wein eher zurückhaltend präsentiert. yh/hs |
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aus ---- Karlsruhe, der Jahresrückblick 2003 „Tagebuch der Fächerstadt“ ---- Autor Harald Schwiers
Weinparadies – Die Nase mit der Stimme Wer ein Wein-Spezialgeschäft betritt, erwartet natürlich in erster Linie viele Flaschen, ein paar Gläser, Kühlschrank und Korkenzieher. Freilich, all das gibt es auch im Weinparadies. Was aber zuerst ins Auge fällt, wenn man in das Weinparadies betritt, sind Instrumente. Wunderschöne akustische Gitarren, Geigen, Mandolinen, mancherlei Exotisches und – bei näheren Hinsehen – auch zwei Bässe zieren die Wände. Einer davon, wie ihn Paul McCartney einst – links aufgezogen – spielte und ein E-Bass mit einem Stachel. Wundersames Beiwerk für einen Weinladen, könnte man denken. Könnte man. Aber alles hängt zusammen mit Horst Meinzer.. Bevor der „Herr“ im Paradies für seine Nase bekannt wurde, war er in Karlsruhe schon eine Institution. Und bekannt für seine stets heißere Stimme. Aber Horst Meinzer war nicht heißer, er klingt einfach so. In den 70ern kamen junge Damen reihenweise zu den Konzerten, auch wegen seiner Stimme. Horst war Bassist und Sänger der Psychedelic-Rock-Formation „Poseidon“ und deren Vorläufer „Prussic Acid“. Beide hatten viele Fans in der Region und es gab auch eine – für damalige Verhältnisse – aufwendig und sauber (und kostenintensiv) produzierte Langspielplatte (die gibt es übrigens wieder als CD-Release, zusammen mit dem Mitschnitt eines späteren, blues-betonten live-Mitschnittes). Seit 1994 betreiben die Meinzers das Weinparadies, zunächst in der Bachstraße; 2000 kam dann der Umzug in ein zentral liegendes, größeres Geschäft auf der Kaiserallee. Der Weststadt war der Oststädtler immer eng verbunden. Von Horst und Gerlinde Meinzers Kenntnissen zeugen die Urkunden deutscher Weinfachblätter, die den Betrieb regelmäßig auszeichnen. „Angefangen hat alles mit einem Urlaub am Gardasee in den 80ern,“ berichten die beiden und Horst ergänzt: „Ein Weinkellner dort im Hotel hat mich so inständig gebeten, doch auch einmal die Weine zu probieren, bis ich schließlich nachgegeben habe.“ Zum Menü gab es die zu jedem Gang passenden Weine; als Hauptgang stand Wild auf der Karte. Der Sommelier kredenzte einen Amarone. Das Eis war gebrochen, der Korken gezogen. „Ich hatte Vertrauen in die Künste und den Keller des Hauses und wurde belohnt,“ erinnert er sich. Das war wohl nicht wenig Vertrauen, im Gegenteil. Denn „bei Meinzers zuhause“, so hieß es damals im Musiker- und Freundeskreis, „gibt es keinen gescheiten Wein,“ räumt Horst schmunzelnd ein und ergänzt: „Ich war – Musiker eben - eingeschworener Biertrinker!“ Aber schon am nächsten Morgen nach dem bahnbrechenden Menü standen sie im Hof des italienischen Weingutes. Nicht zum letzten Mal. Ein gutes Pils schätzt Horst Meinzer heute gelegentlich immer noch, aber zu seinem Job gehört mehr Wasser. Wer im Laufe eines Tages im Expertenkreis 70, 80 Weine oder mehr verkosten muss, der braucht dazwischen etwas zum Neutralisieren. Selbst wenn man vornehmlich über das fein sensorische System der Nase verkostet und die Tropfen nicht geschluckt, sondern „gespuckt“ werden. „Weinwissen muss man sich antrinken, im wahrsten Sinne des Wortes erschnüffeln und erschnuppern,“ weiß Horst Meinzer. Das geht nicht innerhalb von ein paar Wochen. Deswegen haben die beiden gleich nach Ihrer Rückkehr aus dem Horizonte öffnenden Italien-Urlaub Weinseminare besucht, wo es ging. Schließlich galt es einiges nachzuholen. Da sind nicht nur die strengen Bewertungskriterien einer sensorischen Prüfung mit Auge, Nase und Zunge, die Kenntnis um die sortentypischen Eigenschaften jeder Rebsorte (davon gibt reichlich und es kommen immer neue dazu) oder die wesentlichen Eigenschaften der wichtigsten klassischen Anbaugebiete der Welt, von den Exoten mal ganz zu schweigen (auch die werden immer mehr). Kellereitechnik erschließt sich – beide Meinzers kommen ursprünglich aus kaufmännischen Berufen – nicht unbedingt gleich auf den ersten Blick. Aber wer sich für Wein interessiert, kommt um das Wissen um verfahrenstechnische Grundlagen nicht herum. Jahre später waren die Meinzers so weit: Freunde und Bekannte bestellten immer mehr Wein, den Horst direkt bei den Erzeugern einkaufte und importierte. Schließlich gab er sein Engagement im „Rock Shop“ auf und machte sich selbständig; das Weinparadies war geboren. Ausgesuchte Whiskys und Brände, Essig und Öl und andere Spezialitäten ergänzten vom ersten Tag an das Sortiment, das mehr als 250 Weine umfasst. Italien sind Horst und Gerlinde Meinzer immer treu geblieben. Inzwischen kennen sie – nicht gerade jeden – aber sehr, sehr viele Winzer persönlich, haben sich einen Eindruck von deren Arbeitsweise und Umgang mit dem wertvollen Traubengut vor Ort verschafft. „Das ist nicht zu ersetzen,“ meint Horst. „Wenn ein Winzer auch etwas über seinen Wein zu erzählen, zu vermitteln hat, dann hat er auch den richtigen Bezug zu Boden und Rebe – wenn dann die Qualität stimmt, ist alles bestens.“ Die beiden wären schlecht beraten und noch schlechtere Berater, gäben sie nicht weiter, was sie auf den Gütern sehen, hören, erleben. Zusammen mit einer Probe, versteht sich. Wer kauft schon die Katze im Sack. Die meisten Weine kann man natürlich auch im Weinparadies verkosten, von denen im „Safe“ mal abgesehen. Aber das sind Gewächse, die man sich nicht jeden Tag auf den Tisch stellt, die auf einen besonderen Anlass warten. Der kommt, garantiert. Französische Weine sind ein weiterer Schwerpunkt im Sortiment. Burgunder und Bordeaux gibt es bis zum Jahrgang 1943 zurück. Auch die sind nicht gerade alltäglich. Das Weinparadies kann natürlich jeden gewünschten Jahrgang besorgen, wenn man Wert darauf legt. Seinen eigenen Jahrgang würde er in Frankreich zwar bekommen, aber zum Trinken nicht empfehlen. „Dem 51er hat es einfach an allem gefehlt – und zwar rundum,“ sagt er spontan. Und siehe: Die Fachliteratur gibt ihm Recht. Alle sprechen von „trostlosem Sommer, dünnen oder schrecklichen Weinen“. Frankreich, Italien, Deutschland – alles negativ. Doch der Weinkenner ergänzt: „Menschlich war das ein sehr gutes Jahr.“ Natürlich führen Horst und Gerlinde Meinzer auch Badischen Wein. Schließlich leben wir Badener in einer Art Weinparadies. Aber es stehen nur einige ausgesuchte Gewächse in den Regalen. Ein paar Weingüter und eine ausgesuchte Winzergenossenschaft. Nicht dass andere schlecht seien, meint Horst Meinzer; aber für ihn sind sie in der Region zu massenhaft vertreten. Da hat er es lieber mit ein paar Nischen-Weinen für Kenner und Liebhaber. Mit einem Supermarkt will (und kann) er nicht in Konkurrenz treten. Doch wer sucht oder fragt, wird fündig und versteht die Philosophie des Hauses. Ähnlich ist es mit anderen deutschen Weinbaugebieten: „Mosel oder Saar – das kannst Du in Baden kaum verkaufen.“ Dennoch führt das Weinparadies hervorragende Beispiele. Aber um die zu entdecken, sollte man sich schon auf ein Gespräch mit den beiden einlassen. Das Gute daran: Man erfährt immer Neues. Was es nicht gibt? Wie viele „Kollegen“ führt das Weinparadies keinen offenen Wein aus dem Fass. Auch das fügt sich nahtlos in die Leitlinie des Hauses. „Ich persönlich hege da gewisse hygienische Bedenken,“ erläutert die Weinnase Horst und schiebt nach, „es gibt viel zu viel graue Schafe unter den Abfüllern – bei mir kommen nur ausgewiesene Erzeugerabfüllungen in die Regale.“ Die haben einen Korken. Und die Weingüter garantiert schon Besuch von Gerlinde und Horst Meinzer. Und deshalb gibt es zu jedem Wein auch immer eine (mal lange, mal kurze) Geschichte zu erzählen. Neben Wein Verkosten und Musik Machen ist das auch eine der Lieblingstätigkeiten von Horst Meinzer. Sonst wäre er ja wohl nicht Musiker geworden. Die naturraue, etwas „angeheißerte“ Stimme ist gelegentlich immer noch zu hören. Zusammen mit dem „alten“ Kämpen und Kollegen Roland Borho, als „Bosko Biati“. Wenn im Weinparadies gefeiert wird, treten sie auf. „Wein ist Kultur und dazu gehört auch Musik, Malerei oder Literatur,“ sagt Horst Meinzer und setzte sein Lebenskonzept erfolgreich um. Schließlich trägt Wein einen guten Teil dazu bei, das Leben paradiesisch zu gestalten.
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